

Der Autor
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Gerd Otto |
Gerd Otto, der im Jahr 1945 in Bad Godesberg geboren wurde und seit 1980 in der Vordereifelgemeinde Wehr lebt, entwickelte seit etwa 40 Jahren aufgrund einer Anregung aus seinem Kollegenkreis eine leidenschaftliche Hinwendung zur Eifellandschaft und ihren sichtbaren, wie verborgenen historischen Hinterlassenschaften. Deren Aufspüren und sinngemäßes Zusammenfügen zu einem möglichst umfassenden und zusammenhängenden geschichtlichen Gesamtbild - wobei die römische und die frühmittelalterliche Epoche ihn am meisten interessieren - liegen ihm sehr am Herzen.
Zu diesem Zweck macht er sich u. a. die Ableitung von Flurnamen aus
dem Lateinischen sowie dem althochdeutschen Sprachschatz zunutze.
Er ist
sich sehr sicher, dass deren Idiom sich bis zum heutigen Tag im Wortkern der
Flurbezeichnungen niederschlägt. Die Ergebnisse nach Exkursionen und
Flurbegehungen an den Zielorten führen dann meistens zu einer plausiblen
wie vertretbaren Arbeitshypothese. Nach vierzig Jahren unermüdlicher
dialektischer Auseinandersetzung mit einer unermesslichen Fülle
sachbezogener Literatur, aber auch praktischer Erfahrung fällt es ihm
nicht schwer, selbst in Fachkreisen seine persönlichen Auffassungen
angemessen zu vertreten, selbst dann, wenn diese im Konflikt zur geltenden
Doktrin stehen sollten.
Zu seinem Leidwesen musste er an nahezu allen von ihm besuchten Stätten - die Rede ist hier ausschließlich von nicht offiziell erfassten Plätzen, und mögen sie noch so abgelegen sein - eine heillose Zerstörung durch Ausgrabungsexzesse feststellen.
Da man hierbei in der Regel verantwortungslos und ohne jeden wissenschaftlichen Ernst zur Dokumentation vorgeht, werden solche historischen Stätten irreparabel zum Opfer privater Abenteuerlust. Daran wird auch die hilflose Maßnahme einer Verschärfung im Strafgesetzbuch kaum etwas ändern.
An diesem Übelstand ist nach Gerd Ottos Überzeugung der dünkelhafte Eigensinn der autorisierten Ausgräber nicht ganz unschuldig, die sich doch allzu gerne die Wahrnehmung und den Schutz der res publica auf die eigene Fahne schreiben. Könnte man sich offiziellerseits dazu überwinden, die zahlreichen gutwilligen, historisch interessierten Amateure, die z. T. kaum minder fachgebildet sein dürften, zur Kooperation zu ermutigen, anstatt sie kategorisch mit Hilfe des Gesetzgebers in die Illegalität und Straffälligkeit abzudrängen, wäre dem Interesse der Allgemeinheit auf Dauer sicher ein größerer Dienst erwiesen, als mit der Billigung des Status quo.
Gerd Otto ist ein Verehrer des vor einigen Jahren verstorbenen Leiters des "Institut für Vor- und Frühgeschichte" in Bonn, Prof. Otto Kleemann, dessen fesselnde Publikationen für ihn prägend und richtungweisend wurden.
In Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege ist er nun deren ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Brohltal-Region.
In der Beschreibung der Person darf selbstverständlich seine seit der Jugendzeit bestehende Liebe zum klassischen Jazz nicht vernachlässigt werden. Seit geraumer Zeit frönt er seinem Hobby und spielt Sousaphon und Banjo in den unterschiedlichsten Jazz- Formationen. Doch fühlt er sich in seiner Stamm-Band, der "Hot Pepper Jazzband"aus Bonn wirklich zu Hause.